Reiseberichte

World Dog Show  Dänemark


Wir waren dabei!
Am Samstag startete ich zusammen mit unserem altbewährten Team - Erika, Jutta, Claudia und natürlich unseren Hunden, Benita, Damjana und Adonis, in Richtung Dänemark. 

Chaos auf der Autobahn. Das erste Ferienwochenende in  Niedersachsen und ein Stau nach dem anderen.
Eigentlich war das zu erwarten., aber was nimmt man 

nicht alles in kauf .......

Endlich angekommen, bezogen wir das wunderschöne Ferienhaus. Umgeben von Wald und Wiesen.
Einfach Erholung pur.

Am nächsten Morgen hieß es dann schon früh
aufstehen, Sachen packen, schnell ne Tasse Kaffee und ab in Richtung Herning, zur World Dog Show.

Die Do
ggen wurden im Außengelände gerichtet, das war sehr angenehm.
Wir hatten Glück und ergatterten noch einen schönen Platz am Ring,
wo wir den Pavillon aufstellten.
Die Zeit verging rasendschnell und das Richten begann. Zuerst wurde die Championklasse Rüden gerichtet und dann hieß es auch schon, Jugendklasse Rüden “fertig machen”.

Ich ging mit unserem 11 Monate alten Rüden Adonis an den Start. Die Aufregung war groß.
Schließlich war es erst seine
zweite Ausstellung. 
Neun, Rüden gingen in den Ring. Oh ha! Alle mussten sich in Seitenansicht zur Richterin stellen. Dort wurden sie auch
schon genau in Augenschein genommen. Adonis war sehr ruhig
und blieb auch ganz gelassen, als sich einer der Rüden
ständig umdrehte und knurrte.

Es dauerte nicht lange und wir wurden zur Einzelbewertung aufgerufen. Kurz hinstellen, Zähne zeigen, Triangel laufen und noch mal kurz hinstellen, fertig! Puh, Adonis bekam ein “V”. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, denn die Noten der meisten Hunde lag bei “gut” und sogar “genügend“. Vier Hunde blieben im Ring. Drei “V” und ein “Sg” Hund. Ich habe mich riesig gefreut, Adonis kam auf den dritten Platz.

Eine noch bessere  Bewertung bekamen Benita und Damjana.

Benita wurde Vize-Weltsiegerin und Damjana (eine Tochter 
von Amadeus) wurde Vize-Weltjugendsiegerin. Noch eine
Amadeus Tochter "Aglaia Quirinum" belegte in der
offenen Klasse schwarz den zweiten Platz von 21 Hündinnen.
Sie wurde von Tara einer echten Profivorführerin
gestellt ;-) 

Natürlich wurden diese Erfolge ausgiebig in unserem Ferienhaus gefeiert.
Gab
ja noch einen Grund, nämlich den Sieg der Deutschen

Fußballmannschaft.  
Im Anschluß ein paar Bilder von der Ausstellung.

 

 

Veni vidi vici – im Doppelpack

 

auf der Euro Dog Show 2007

 

in Zagreb!

 

Am Wochenende 8.6. bis 10.06.07 fand in der Hauptstadt von Kroatien die Euro Dog Show in den Messehallen von Zagreb statt.

 

Vom Erfolg mit unserem Apoll in Jahr 2005 in Wien beflügelt, meldeten wir unsere "Stars" Amourette und Amadeus zur Euro Dog Show an. Mit von der Partie war das alt bewährte Team unserer Reise nach Poznan, nämlich Erika und Jutta, im Schlepptau die "junge" Benita. Nur Claudia fehlte, die machte am anderen Ende der Welt Urlaub „in Love" in Canada.

 

Drei Frauen und drei "Halbstarke" in zwei Pkw's machten sich am Samstag auf die Reise. Unser männlicher Part, der Eddi, konnte wegen "Arbeitsüberlastung" nicht mitkommen. Der Arme! – war ihm wohl zuviel Frauenpower. Erstes Etappenziel war die Raststätte Geiselwind bei Würzburg. Dort trafen wir uns, um die Reise im Konvoi fortzusetzen. Dort gibt es auch einen Burger King und wir konnten nicht wiederstehen......

Schnell war Österreich erreicht und dort gab es wieder eine größere Pause. Trotz der Hitzeglocke die zu dieser Zeit über Europa lag, ging’s uns und den Döggelchen mit Klimaanlage in den Autos gut. Die Mautgebühren in Österreich sind echt heftig, nicht nur Autobahnvignette sondern für bestimmte Streckenabschnitte wird man nochmals zur Kasse gebeten.

Durch Slowenien ging’s dann weiter über Maribor nach Kroatien, Richtung Zagreb. Es gibt dort funkelnagelneue Autobahnen für geringe Gebühren – direkt lächerlich nach den Preisen in Österreich.

Erika hatte übers Internet eine „idyllische Unterkunft" ausgesucht und wir waren wieder alle gespannt! Trotz Navi und zahlreichen Hinweisschildern fuhren wir - nun fast am Ziel - recht planlos durch die Gegend. Bei der entsprechenden Abzweigung fehlte ein Hinweisschild.

Dann trat Jutta in Aktion und sprach eine junge hübsche Kroatin an und erklärte gestenreich was und wohin wir wollten. Gute Idee! Die nette Dame hatte Erbarmen mit uns und lotste uns bis nach Vuglec Breg! Oh - wir waren überrascht, das sind Pensionen nach unserem Geschmack! Erika hat ja einen Faible für die etwas besondere Unterkunft. So auch dieses mal. Eine alte Bauernsiedlung, hoch in den Weinbergen, liebevoll restauriert und renoviert, bis ins Detail.

 

das ist der Link:  http://www.vuglec-breg.hr/

Dort konnten unsere Doggis sich wieder so richtig austoben. Essen konnten wir nebenan im Restaurant und das war echt lecker! Die Besitzer waren alle sehr nett und verwöhnten uns. Nur die Nacht war sehr unruhig. An diesem Abend feierte dort eine kroatische Großfamilie mit Livemusik. Der Refrain endete immer in einem lauten: Hoi, hoi, hoi!

Am Sonntag hieß es dann früh aufstehen. Wir wollten rechtzeitig in Zagreb sein, um in den Messehallen und an den Ringen einen guten Platz zu erhaschen. Es ist ja schließlich nicht so einfach mit drei riesigen Hunden und Ausstellungsutensilien alles zu händeln. Das geplante ausgiebige Frühstück fiel dann wegen Zeitmangel aus und es reichte nur für einen "Kroatischen" Kaffee. Mario, der Eigentümer hatte dann doch Erbarmen mit uns und packte uns schnell in der Küche drei Lunchpakete. Zagreb war über die Autobahn schnell erreicht und dank Navi, war das Messegelände direkt vor unserer Nase, nach der entsprechenden Autobahnausfahrt.

Parkplätze gab es jede Menge, kostenlose und auch welche die 10 Euro kosteten. Wir wählten auf einem riesigen Parkplatz zwei Plätze die unter einem riesigen Baum im Schatten lagen. Echt super! Es war nämlich an diesem Tag heiss, richtig heiss. Wir gingen dann erst mal ohne Hunde und nur mit Gepäck bepackt (was man auch so alles mitschleppt...) in die Halle wo die Doggen gerichtet wurden. Es war schon recht voll - immerhin waren 222 Doggen gemeldet - aber Dank Jutta's Organisationstalent fanden wir einen wunderbaren "kühlen" Platz für uns und unsere Drei. Wie sich später herausstellte, war es der beste Platz in der ganzen Halle, immer mit einem leichten Luftzug versehen und über uns eine Klimaanlage, die man aber nur dort spürte!

Als wir uns dann an unserem Platz häuslich eingerichtet hatten, holten wir Amadeus, Amourette und Benita in die geschaffene Behausung. Der Parkplatz hatte sich inzwischen mächtig gefüllt! Die Ostländler waren mit riesigen Reisebussen angereist und hatten unsere Parkplätze unter den schattigen Bäumen eingekreist. Ein kurzer Blick in den Ausstellungskatalog bestätigte uns, dass wir mächtig viel Konkurrenz hatten. Im „Osten" gibt es noch jede Menge Doggen mit kupierten Ohren. Schätzungsweise 50 % der ausgestellten Doggen hatten Stehohren. Man fühlte sich zurückversetzt, in längst vergangene Zeiten und besonders Jutta, die eine Vorliebe für die Stehohren hat, geriet mächtig ins Schwärmen und hatte glänzende Augen! Sollte jetzt jemand meinen, dass die Qualität der Doggen aus dem Osten schlecht ist, hat er sich getäuscht. Es gibt dort wunderschöne Doggen! Aber auch die Züchter aus Italien und Frankreich waren stark vertreten.

Was besonders im Osten auffällt, dass die Zuschauer die Entscheidung der Richter honorieren und begeistert in die Hände klatschen. Standing Ovations für die Sieger! Blitzlichtgewitter und Gratulation!

Das Richten begann pünktlich um 10 Uhr und die Blauen (oh Wunder!) waren diesmal zuerst dran! Leider trat das ein, was wir befürchtet hatten. Unsere Drei kamen zum gleichen Zeitpunkt in verschiedenen Ringen zum Richten an die Reihe. Das löste nun doch einige Hektik aus und wir kamen mächtig ins Schwitzen. Uns blieb nichts anderes übrig, als uns jeder einen Hund zu schnappen und in die entsprechenden Ringe zur Vorstellung anzutreten. Die Ringsekretäre gingen keine Kompromisse ein. So ging ich mit Amourette in den Ring der Hündinnen, Erika mit Amadeus in den Rüdenring und Jutta, die Arme, musste mit der unerfahrenen Benita in den Ring wo die gesamte Jugendklasse gerichtet wurde. Trotz diesem Handicap gelang uns das Kunststück mit Amourette und Amadeus jeweils einen 1. Platz zu gewinnen. Puh – waren wir nun gut drauf! Besonders der Richter bei den Rüden, lies „lange ausgiebig" laufen. Erika musste einige Runden rennen und man konnte sich fragen, wer hat hier die längste Zunge? Amadeus oder die außer Puste gekommene Erika. Bei der Endausscheidung um den Titel FCI Europasieger entschieden sich die Richter für Amadeus und für Amourette. Wir konnten es zuerst gar nicht glauben, bei Amadeus war es ziemlich sicher, denn die außer Atem gekommene Vorführerin hatte die entsprechende „CACIB" Karte in den Händen und fuchtelte wild damit herum. Bei Amourette jubelte zuerst die 2. Platzierte und es war nicht so ganz klar, wer denn nun Europasieger ist. Aber dann kam der Glückwunsch des Richters an mich...

Wow – zwei „Klostergärtner" FCI Europasieger!!!!

Nun hatten wir auch Zeit uns um das Team Jutta und Benita zu kümmern. Die zwei standen ziemlich verloren und hilflos am Ring. Ein Bekannter aus Deutschland hatte sich bereit erklärt die Benita im Ring zu führen. Nun, ja die Einzelbewertung war schon gelaufen und die Entscheidung wer den 1. Platz bekommt, stand bevor. Leider kam Benita nicht unter die ersten vier, sondern befand sich in dem großen Feld „unter ferner liefen". Wäre ja auch nicht zum Aushalten gewesen, wenn Benita auch noch einen Titel geholt hätte.

Wir mussten dann noch den ganzen Tag mit den beiden Siegern ausharren – denn später kam zum Abschluss des Richtens noch das Aussuchen der „Best of Breed". Das BOB gewann bei den Blauen unsere hübsche Amourette! Sie war die Auserwählte um den blauen Farbschlag im Ehrenring zu vertreten. So galt es weiter zu warten. Wir warteten und warteten, dann endlich um 18.00 Uhr begann im Vorring die Entscheidung „Bester Gruppe 2".

Inzwischen war schon durchgesickert, dass eine Dogge gute Chancen hätte diesen Wettbewerb zu gewinnen. Das war dann auch so, die wunderschöne gefleckte „Sun" della Baia Azzurra wurde tatsächlich Gruppensieger. Wir hatten „Sun" schon des öfteren auf Ausstellungen bewundert – sie hat schon viele Titel gewonnen. Später erfuhren wir dann noch, dass Sun das Wunder vollbracht hat und schönster Hund der FCI Euro Dog Show 2007 wurde – BIS – Best of Show! Ein toller Erfolg!

Ein anstrengender Tag ging für alle zu Ende. Froh waren wir, dass wir nun mit den Autos bis zu der Ausstellungshalle fahren konnten um unser Gepäck, was recht viel war, einzuladen. Noch glücklicher waren wir, als wir in unserer „nun ruhigen" Unterkunft ankamen. Da kam uns auch das Restaurant nebenan gerade recht und wir waren die einzigen Gäste an diesem Abend....... Es wurde nun richtig geschlemmt und gefeiert – und an diesem Abend riefen wir: Hoi, hoi, hoi..........

Na, ja, besser keine Einzelheiten mehr erzählen, so kleine Geheimnisse darf man nicht ausplaudern.

Am nächsten Morgen haben wir dann bei einem ausgiebigen Frühstück den Ausstellungstag noch einmal Revue passieren lassen. Dieser Tag war einfach genial. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass wir mit zwei Europasiegern nach Hause fahren.

Nach dem Frühstück hieß es, Sachen packen und ab Richtung Heimat. Wir hatten uns vorgenommen die Rückreise ganz in Ruhe anzugehen. Außerdem vermissten wir noch unsere übliche Shoppingtour!  Maribor erschien uns dafür gut geeignet und wie konnte es anders sein, dort gab es auch einen "Lidl". Den Laden mussten wir uns unbedingt ansehen. Überall auf unseren Reisen begegnet uns "Herrn Lidl" - der zieht uns einfach magisch an und gehört zum Standardprogramm.

Resümee: Es war eine sehr schöne Reise, dazu auch noch eine erfolgreiche. Die Ausstellungsorganisation der östlichen Länder kann man nur bewundern. Unterkunft super Spitze und zu empfehlen! Ach ja, schön war es und wir werden das wiederholen! Entsprechende Planungen laufen schon – Schweiz wir kommen!!!

Die Reise nach Italien

 

Anfang April sind wir mit Amadeus und Amourette nach Italien gefahren um ein paar Tage Urlaub zu machen und wie kann es anders sein, an zwei Ausstellungen teilzunehmen. Unser Ziel war Ligurien in der Nähe von San Remo.


Dort in den Olivenhainen hatten wir zusammen mit Erika, Jutta und Benita ein schickes Häuschen in den Bergen gemietet. Wir hatten viel Spaß - besonders an den dortigen engen Sträßchen. Man kann dort wirklich an seinen Fahrkünsten zweifeln und ab und zu haben wir auch die Seitenspiegel eingeklappt......

Einkaufsmässig kann man sich in Italien sofort wie zu Hause fühlen. Herr "Lidl" lässt grüßen. Das Sortiment dort ist natürlich mehr dem ital. Geschmack angepasst. Wir als Fan's der ital. Küche fanden dort ein Einkaufsparadies vor.

Für unsere Hunde war es ein richtiges Paradies, 4.000 qm zum austoben und man sah die drei blauen Doggis immer wieder auf Erkundungstour gehen.

Die erste Ausstellung war gleich am Freitag in Monte Carlo. Diese Stadt ist schon etwas besonderes mit ihrem Jachthafen, den tollen Geschäften und diesem einzigartigen Flair.

Die Ausstellung findet jedes Jahr in einem riesigen Zirkuszelt in mitten eines wunderschönen Parks statt.

Amadeus hatte in der Offenen Klasse noch 2 Konkurrenten und alle bekamen ein V. Bei der Endausscheidung hatte Amadeus die Nase vorn und bekam tatsächlich das erhoffte CACIB/CAC.

Amourette gewann die Offene Klasse, aber die Entscheidung um das CACIB ging an die Hündin aus der  Siegerklasse.

Erika’s Benita startete in der Jugendklasse (nur zum "üben" Originalton von Erika) und bekam die        Höchstbewertung V1.

Auf der Rücktour besuchten wir alle zusammen den großen Wochenmarkt in Ventimiglia. Wir waren natürlich die Attraktion mit unseren "Riesen". Die Italiener lieben die Deutsche Dogge und wir mussten ständig wieder stehen bleiben, damit sie die Hunde streicheln und fotografieren konnten.

Natürlich durfte auch die Shoppingtour nicht fehlen. Die Italiener sind, was die Mode angeht, uns doch etwas voraus. Wir stiegen ins Auto "dieses mal ohne männliche Begleitung" und fuhren entlang der Küstenstraße nach San Remo.

Dort in der wunderschönen Altstadt konnte man shoppen ohne Ende. Es gab aber auch viele Sehenswürdigkeiten, z.B. das Casino, oder diese orthodoxe Kirche mit ihren kleinen Türmchen.

Wieder im Ferienhaus angekommen, überraschte uns der "Hausherr Eddi" mit leckeren Spaghetti.

 


                                   

Am Sonntag war dann die Ausstellung in San Remo angesagt.
Die Bewertung der Hunde findet in einer riesigen Blumenmarkthalle statt. Die Parkplätze sind alle rund um die Halle und es gibt dort viele geheime Eingänge, von der nur Insider wissen.

Auch hier haben unsere "Blauen" wieder hervorragend abgeschnitten. Amourette gewann das CACIB/CAC, Amadeus bekam ein V 2 in der Siegerklasse. Obwohl die Benita ja nur zum "üben" anwesend war, bekam sie mal wieder ein   V 1 in der Jugendklasse.

Wir freuten uns riesig, denn nun haben Amadeus und Amourette alle erforderlichen Anwartschaften für den Titel Intern. Ch. erreicht.
Natürlich wurden diese Siege zum Abschluss noch mit einem richtig üppigen, mediterranen, Essen gefeiert!

 

Dann waren die schönen Tage auch bald schon wieder vorbei und wir mussten Abschied nehmen. Alle waren sich einig. 

 
Arrivederci bella Italia, wir kommen wieder!

 

 

Poznan – Welthundeausstellung


2006


Bericht einer Mitreisenden


Hallo, ich bin das Nesthäkchen vom Klostergarten –nämlich die „Ebonita" Modry Effekt. Da ich eine waschechte Polin bin, geboren bin ich in Warschau, durfte ich mitfahren – zur World Dog Show 2006 nach Poznan in Polen. Mit gerade 9 Monaten hat meine Mama Karin mich in der Jugendklasse gemeldet und meine große blaue Mitbewohnerin, die Amourette durfte auch mit.

Natürlich sind wir nicht alleine mit meiner Mama losgefahren. Es kamen am Tag der Abreise noch drei Freundinnen zu uns, Erika, Jutta und Claudia und unser Auto war ganz schön bepackt. Was man aber auch für so eine Reise alles braucht! War ein ganz schönes Geschnatter im Auto als wir Richtung Berlin losbrausten. Dort in der Nähe haben wir noch eine hübsche blaue Schwester von Amourette besucht, die AmiBaby. Nach einem kurzen Sparziergang ging es dann auch gleich weiter Richtung Osten. An der Grenze zu Polen mussten wir ganz lieb sein und schön Platz machen. Wir sind aber nicht weiter von den netten Beamten kontrolliert worden. Die Straße Richtung Poznan wurde nun ganz schön holprig und wir kamen nur noch langsam voran. Puh, war mir langweilig! Da kam mir die Idee, dass ich meiner Mama doch helfen könnte, beim Autofahren. Das mache ich doch zu Hause auch. Gedacht, getan, ich quetsche mich durch die Vordersitze, peile die Lage und versuche zu lenken..... Komischerweise durfte ich das an dem Tag nicht, neiiiiiiiiiiiiiin, sagten alle und ich musste immer schön hinten bleiben. 

Dieses neiiiiiiiiiiiiiiin – ich kann es nicht mehr hören! Bei dieser Aktion bekam ich einen neuen Namen: „kleiner schwarzer Teufel!!!" Nun, ja ich kann halt ganz schön hartnäckig sein. Weiberkram....... Lasst mich nur mit meiner Mama wieder alleine unterwegs sein, dann helfe ich ihr wieder beim Auto fahren!

Endlich kam dann auch wieder ein Stück bestens ausgebauter Straße – eine Autobahn, kostete aber Geld, nämlich eine Mautgebühr. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, als wir endlich Poznan erreichten. In unserem Auto kam jetzt doch etwas Hektik auf, ich höre nur, wir müssen gerade aus, oder doch rechts? Wo sind denn Schilder, alle aufpassen und nach Straßennamen Ausschau halten und Mama musste vorsorglich die Autotüren verschließen......

Wir stellten mit Erstaunen fest, dass Poznan eine riesige Stadt ist. Dann kamen wir tatsächlich ohne lange zu suchen an dem Messegelände vorbei, wo die Dog World Show stattfand. Und oh Wunder, unser Hotel, das Mercure war nur um die Ecke! Mama Karin nahm die letzte Kurve mit Schwung, so dass wir alle durcheinander purzelten und schon waren wir auf einem Parkplatz, der von einem netten älteren Herrn bewacht wurde.

Endlich konnten Amourette und ich die Gegend erkunden, die Füße vertreten und auch hündische Geschäfte erledigen....Das Mercure Hotel – ausgestattet mit 4 oder 5 Sternen entsprach so richtig unserem Geschmack. Allerdings war vor Eintritt in die Empfangshalle eine tückische Drehtür zu überwinden. War gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zum Eintreten zu finden. Nach dem Ceckin durften wir im Fahrstuhl (wir Hunde hatten 2 extra für uns ausgewiesene!) in den 5 Stock schweben. Zwei exquisite Doppelzimmer waren nun für 2 Tage unser Reich! Endlich gab es auch für uns nach der langen Reise etwas zum Futtern und im Badezimmer durften wir ausgiebig Wasser schlabbern. Schade – in die Betten durften wir nicht, war streng verboten, durften nur die Menschen rein! Dann wollten Mama und die drei Damen noch Essen gehen, sie sahen aber auch echt hungrig aus! Sie sind dann bei Mac Donald gelandet – das Hotelrestaurant war besetzt – mit, oh Schreck, lauter Richtern. Das müssen wichtige Leute sein......habe ich aus den Gesprächen zwischen Mama und den anderen herausgehört. Mit dem vorgesehenen Geldumtausch hat es auch nicht so geklappt. Die vorhandenen Zloty reichten nur für vier „Hamburger" mit Pommes. Bei dem Sparziergang zu Mac Donald haben die Vier noch das Messegelände erkundet und sich gleich informiert wo die Halle ist, wo wir – die Doggen- am nächsten Tag ausgestellt werden sollten. Als sie dann endlich ins Hotel zurückkamen, durften Amourette und ich auch noch mit an die Hotelbar! Wow, war das interessant! Ein richtiges Erlebnis für uns zwei! Viele Leute kamen und gingen und die hatten auch viele anders aussehende Hunde dabei. Wir waren ganz artig und haben uns alles angesehen, auch die „Richter" und „Richterinnen" - so Auge in Auge. Also, wir fanden die eigentlich ganz normal und einige kannten auch meine Mama und unsere Begleiterinnen.


Es war noch recht lustig an der „Bar", glaube das lag an dem „Wasser" was die Menschen so aus schmalen Näpfen schlabbern...... Mama und die anderen haben so viel gelacht! Dann mussten wir aber alle nach oben fahren – wir sollten uns ausruhen und schließlich wurde beschlossen, dass wir am nächsten Tag ganz früh aufstehen! Nun, an mir soll es nicht liegen......

Das war tatsächlich so. Na, gut wir machen ja alles mit. Nachdem meine Mama „Toilette" gemacht hatte, machten wir drei einen Sparziergang um gewisse nötige Sachen zu erledigen. Mama war echt nervös und dann raste sie bepackt mit Decken usw. schon mal los, um in der Ausstellungshalle einen Platz für uns zu sichern. Es waren ja 428 Doggen gemeldet und für so eine Ausstellung muss alles gut geplant sein, sagten die Menschen! Der Plan „X" sah vor, uns in solche Drahtkäfige zu setzen... waren aber keine da, sagte bei Rückkehr meine Mama, nirgendwo ein Käfig. Nachdem auch die „Menschen" gefrühstückt hatten, starteten alle per Fuß, mit dem restlichen „Gepäck", Richtung Messehalle. Wir waren früh, aber als wir ankamen waren schon einige Doggen in der Halle und auch viele Menschen und einige Bekannte aus Deutschland waren auch da. Gab ein großes Hallo!

Dann kamen auch einige von meinen Geschwistern und meine richtige Mama war auf einmal auch da. Oh, habe ich mich gefreut! Dann war ich doch etwas enttäuscht, glaube sie hat mich gar nicht mehr erkannt. Auf jeden Fall hat sie mich nicht groß beachtet und meine Geschwister waren auch nicht so froh mich wieder zu sehen – warscheinlich dachten die, ich wollte wieder bei ihnen in Warschau einziehen...... nö, nö, ich fahre auf jeden Fall wieder mit nach Hause, nach Langelsheim!

Bei der ganzen Warterei auf den Beginn des Richtens, hat meine Mama Karin beschlossen, wir brauchen eine „Hütte" für unsere Amourette. Eine Hütte?? Na, ja warum nicht, kann man ja drin schlafen.......Also zogen meine Mama und Erika los in eine andere Halle und kamen mit einem großen flachen Paket zurück. Das sollte eine Hundehütte sein? Na, die müssen es ja wissen. Sie packten das Teil aus, und tatsächlich, nach wenigen Handgriffen stand dort eine perfekte riesige Hundehütte! Es dauerte etwas bis Mama Amourette davon überzeugt hatte, dass das ab sofort ihre First-Class-Hundehütte ist! War das lustig, Mama ist auch mal reingekrabbelt und die Amourette sofort hinterher! War Mama anscheinend doch etwas eng, sie ist dann wieder rausgekommen und Amourette hatte die Hütte für sich alleine!

Die Halle hatte sich inzwischen mit vielen, vielen Doggen und aufgeregten Leuten gefüllt. Aber die Doggen waren bis auf wenige Ausnahmen ganz lieb. Habe alles genau beobachtet und auch bemerkt, dass viele Kumpels von mir ganz komische Ohren hatten. Auch bei meiner blauen Schwester waren die Ohren anders als bei mir. Könnte schwören, dass die zuerst genauso aussahen wie bei mir, habe ihr ja beim Spielen öfters reingebissen. Vielleicht ist es ja modern? Da höre ich, dass vor vielen vielen Jahren allen Doggen die Ohren abgeschnitten wurden, damit sie schöner aussehen. Puh, hab ich ein Glück gehabt, nein, nein, von meinen Ohren gebe ich kein Stück her!

Dann wurde es plötzlich ernst, die Beurteilung der gefleckten und schwarzen Hündinnen begann. Natürlich weiss ich schon auf was es ankommt im Bewertungsring, ganz wichtig ist, dass ich ganz artig bin. Im Ring wartete schon der Richter aus Deutschland auf mich und die Konkurrentinnen der Jugendklasse. Meine Mama Karin war bei mir und so fand ich das alles gar nicht so schlimm. Wo Mama ist, da will ich sein! In meiner Klasse waren über 30 knackige Mädels gemeldet und wir wurden in 4 Gruppen aufgeteilt, die nacheinander gerichtet wurden. Ich war in der ersten Gruppe und zack, zack war ich auch schon dran. Musste meine Zähne zeigen und meine Laufwerkzeuge wurden begutachtet. In Positur stellen kann ich mich gut! Dann war ich auch schon fertig und durfte raus aus dem Ring. Ich bekam ein sehr gut und alle waren zufrieden, schließlich bin ich noch ein junger Hüpfer und stehe noch voll in der Entwicklung. Gewonnen hat in dieser Klasse eine schöne gefleckte aus Italien. Ich hatte ab sofort Pause und machte meiner Mama dann noch eine schöne Überraschung. Endlich bemerkte sie, dass ich ab und zu ein Tröpfchen Blut verlor. Mir war das ja auch unheimlich, aber warum Mama mit Entsetzen in den Augen sagte: jetzt ist sie auch noch läufig...!! Was das ist, weiß ich auch nicht so genau, scheint aber eine Sache zu sein, die mein bisheriges unbesorgtes Leben gravierend ändert, das sah ich an dem besorgten Blick meiner Mama. Ich werde mal die Amourette fragen, die weiss sonst auch immer alles, ist ja schon sooooo groß!

Endlich war es dann soweit und die Amourette musste auch in den Ring, wo alle blauen Doggen gerichtet wurden. Sie stand dort mit 14 Doggendamen, wenn ich richtig gezählt habe. Alle Menschen um den Ring waren ziemlich nervös. Einige hüpften aufgeregt hin und her. Meine Mama war plötzlich nicht mehr zu sehen, sie ist einfach weggegangen und hat auch noch unser Spielzeug mitgenommen...Also ich muss schon sagen, die Amourette hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Ganz cool und lässig stand sie in dem Ring und zeigte allen ihre Mannequinfigur. Ja, ja, auch Laufen kann die super! Sie ist zu Hause immer schneller als ich! Wir halten alle die Luft an, als der Richter mit der Platzierung beginnt. Der vierte Platz – wir nicht, der dritte Platz – wir nicht, der 2. Platz – wir auch nicht........ da passiert das Unglaubliche: Amourette darf sich vor die Tafel mit der großen 1 stellen. Oh, war das schön! Alle freuten sich mit meiner Mama Karin und ich hüpfe auch vor lauter Freude - eben weil sich alle freuen.

Nun stand noch die Bewertung der blauen Championklasse an. Als die Kandidatinnen einmarschierten gab es lange Gesichter, denn es waren viele und auch hübsche Hündinnen dabei. Alle hatten schon einen besonderen Titel, denn nur dann kann man in dieser Klasse starten. Eine dieser Hündinnen sah so schöööön aus – sagten die Menschen, und ich riskierte auch mal einen Blick, ja, sie ist schön, so will ich auch später mal aussehen! Nur mit meinen Ohren wird’s da Probleme geben, die lasse ich mir nicht abschneiden! Da gefallen mir meine Schlappöhrchen aber besser, die kann man so schön schütteln, dass es klatscht. Wir alle standen am Ring und beobachteten die Konkurrenz und besonders die „Eine". Sie machte natürlich das V 1 und dann musste Amourette gegen das „Stehohr" um den Titel „Weltsiegerin 2006" antreten. Ich flüsterte Amourette noch ins Ohr: Komm zeige denen mal was für eine Hübsche du bist! Sie strengte sich auch mächtig an, benahm sich sehr gesittet, ordentlich und tat ganz schön vornehm. Der Richter machte es echt spannend. Schaute und schaute......von vorne, von neben und runzelte die Stirn. Aber dann durfte sich die Blaue mit den abgeschnittenen Ohren vor die Tafel mit der 1 stellen und das bedeutete Weltsieger 2006! Puh, das war knapp! Für mich ist meine große „Schwester" doch die Schönste! Das habe ich ihr auch gleich gesagt und sie getröstet und unsere Mama Karin auch, die war nämlich sehr traurig!

Mama Karin und die anderen haben dann später, als wir schon selig und zufrieden schlummerten, den Sieg von Amourette in der Offenen Klasse gefeiert. Na, die waren echt ganz schön lange in der Hotelbar und nachher mal wieder sehr lustig, bin echt am überlegen, ob ich mir auch mal so einen Drink heimlich genehmige......

Wir haben lange geschlafen und am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es wieder Richtung Deutschland. Ich habe die meiste Zeit vor mich hingeträumt und die Amourette auch. Mann, oh Mann, waren wir alle geschafft. Habe ich mich gefreut, als wir endlich wieder zu Hause waren. Herrchen Eddi war auch froh dass wir alle wieder da waren und uns und dem Auto nichts Schlimmes widerfahren war. Arthus und Amadeus – die Hundeherren im Haus haben sich besonders über mich gefreut! Das war ein Geschnüffel! Bin anscheinend sehr interessant und rieche besonders gut – auch ohne Parfüm! War alles ganz anders als sonst. Endlich wollten die auch mal mit mir spielen............. (Na, ihr könnt Euch ja denken warum, ich bin inzwischen auch von Amourette aufgeklärt worden – in dem Zustand, kann man die Männer ganz leicht um die Pfote wickeln, und das werde ich jetzt mal so richtig ausnutzen!)

Drei Generationen

Amourette, Dolores und Endira vom Klostergarten.